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15.06.2021: Experten empfehlen WNV-Impfung von Pferden

Das West-Nil-Virus (WNV) breitet sich langsam, aber sicher immer mehr in Deutschland aus. Überträger sind verschiedene Mückenarten. Neben Vögeln und Menschen sind am häufigsten Pferde von einer Infektion mit dem Virus betroffen. Seit dem ersten Nachweis des Virus in Deutschland bei einem Bartkauz im August 2018 hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mehrere Fälle von WNV bei Vögeln und Pferden festgestellt. Allein in 2020 wurden 63 WNV- Nachweise bei Zoo- und Wildvögeln ermittelt, sowie 22 infizierte Pferde. Inzwischen gehen ExpertInnen davon aus, dass das Virus in einheimischen Stechmücken in Deutschland überwintern kann. Typische Symptome eines an WNV erkrankten Pferdes sind Fieber, ataktische Bewegungsstörungen und schließlich eine Hinterhandschwäche, die fast immer mit dem Festliegen der Pferde endet. 45 Prozent der festliegenden Pferde verenden trotz
einhergehender symptomatischer Behandlung. „Wenn ein Tier erkrankt, ist es wichtig, die Symptome frühzeitig zu erkennen“, sagt Tierarzt Jörg Jähn. Gleichzietig rät er PferdehalterInnen unbedingt zu einer Impfung gegen WNV. Diesem Rat folgen auch immer mehr TierhalterInnen. „Waren es zuvor etwa 5 Prozent der Pferdebesitzer, die ihre Tiere impfen ließen, so sind es mittlerweile 30 bis 40 Prozent“, so Jähn. Momentan stehen in Deutschland drei Impfstoffe zur Verfügung. Nach der Grundimmunisierung mit zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen muss die WNV-Impfung einmal jährlich wiederholt werden. Auch wenn der beste Zeitpunkt für die Impfung vor dem Start der Mückensaison ist, macht es Sinn, die Pferde auch zum jetzigen Zeitpunkt noch zu impfen, da die Mücken noch weit in den Herbst hinein aktiv sind. Viele weitere Informationen zum West-Nil-Virus finden Sie auch in unserem gleichnamigen Fokusthema.

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Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Praxis

Wie hat sich die Pandemie bei Ihnen in der Praxis zusammengefasst bemerkbar gemacht?

Die Zahl der Neukunden ist merklich angestiegen.
Die Bereitschaft, zum Tierarzt zu gehen, hat zugenommen.
Ich konnte eine Zunahme an Routine- und Vorsorgeuntersuchungen verzeichnen.
Die Tierhalter haben noch mehr über die Preise diskutiert.
Es war eine große Zurückhaltung der Tierhalter spürbar, da sie ihre Tiere nicht ins Behandlungszimmer begleiten durften.
Bei mir hat sich durch Corona nichts verändert.