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10.06.2021: Bedarfsgerechte Fütterung von Schweinen reduziert Emissionen

Das Fressverhalten von Schweinen ist sehr unterschiedlich. Um eine Über- bzw. Unterversorgung der Tiere während der Mast zu verhindern, hat eine Forschungsgruppe unter der Leitung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) das Projekt RESAFE-Pig entwickelt. Das Konzept ermöglicht eine bedarfsgerechte und umweltschonende Fütterung der Schweine, auch in Großgruppen. Weiteres Ziel ist es, die Menge der Emissionen zu reduzieren. „Der Ansatz birgt ein ungemein großes Potenzial, Nährstoffe einzusparen und gleichzeitig Stickstoffemissionen zu verringern“, erklärt Professor Dr. Christian Visscher, Leiter des Instituts für Tierernährung, der das Projekt gemeinsam mit Professor Dr. Karl-Heinz Waldmann, Leiter der Klinik für kleine Klauentiere, leitet. Die Schweine
sollen entsprechend ihres Typs erkannt und individueller als bisher gefüttert werden. Die Untersuchungen zeigen, dass die Emissionen durch den erhöhten Einsatz von Rohfasern in der Fütterungsration um bis zu 40 Prozent reduziert werden können. Dabei können sich die Tiere frei im Stall bewegen und wählen, ob sie sich im Ruhe-, Aktivitäts- oder Fressbereich aufhalten möchten. Zusätzlich ist der Stall ausgestattet mit vielen Beschäftigungsmöglichkeiten, wie beispielsweise einer Suhle, Bürsten und Kaumaterialien, was für mehr Tierwohl im Stall sorgt. Die TiHo wird das Projekt RESAFE-Pig auf der Woche der Umwelt vorstellen, zu der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am 10. und 11. Juni 2021 einladen. Die Veranstaltung findet coronabedingt digital statt.

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Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Praxis

Wie hat sich die Pandemie bei Ihnen in der Praxis zusammengefasst bemerkbar gemacht?

Die Zahl der Neukunden ist merklich angestiegen.
Die Bereitschaft, zum Tierarzt zu gehen, hat zugenommen.
Ich konnte eine Zunahme an Routine- und Vorsorgeuntersuchungen verzeichnen.
Die Tierhalter haben noch mehr über die Preise diskutiert.
Es war eine große Zurückhaltung der Tierhalter spürbar, da sie ihre Tiere nicht ins Behandlungszimmer begleiten durften.
Bei mir hat sich durch Corona nichts verändert.