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21.05.2021: Impfstoff gegen S. suis in Aussicht

Forschungsarbeiten am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung lassen die Hoffnung auf einen Impfstoff gegen Streptococcus suis bei Schweinen steigen. In ihrer Studie konnten die Wissenschaftler Zuckerketten synthetisieren, die den Hüllen der vier Hauptvariationen des Bakteriums Streptococcus (S.) suis entsprechen. Dabei entdeckten die Forscher spezifische Mehrfachzucker (Glykan-Epitopen), die nun die Grundlage für die weitere Impfstoffentwicklung darstellen. Für Schweine haltende Betriebe bedeutet das Bakterium S. suis eine besonders große Herausforderung, da die Infektion mit dem Erreger schwerwiegende und häufig zum Tod führende Erkrankungen bei den Tieren hervorrufen kann. Bislang gibt es keinen wirksamen Impfstoff, daher
können die Infektionen nur mit Antibiotika behandelt werden. Das Bakterium kann auch auf in der Schweineindustrie arbeitende Menschen überspringen. Derzeit werde an Challenge-Studien an Schweinen gearbeitet, um wirksame Impfstoffe zu entwickeln, die in erster Linie Schweine, aber auch exponierte Menschen, schützen und gleichzeitig den Einsatz von Antibiotika reduzieren, erklärt Shuo Zhang, Erstautor der Studie. In wenigen Stunden könnten die Zuckerstrukturen nachgebaut werden und so den Weg für die Herstellung eines Impfstoffes frei machen. „Diese zielen darauf ab, die Immunabwehr, die auf Mehrfachzucker von Krankheitserregern spezialisiert ist, anzuregen und Antikörper zu produzieren“, sagt Peter H. Seeberger, Direktor der Abteilung Biomolekulare Systeme.

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Ich lehne sie wegen mangelnder Notwendigkeit ab.
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Wenn diese Pläne realisiert werden, wird ein Großteil der Nutztierhalter aufgeben.