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14.10.2021: GFS-Bericht zur Farm-to-Fork-Strategie um Monate verzögert

Die Farm-to-Fork-Strategie der EU-Kommission gilt als umstritten, da ExpertInnen befürchten, dass diese zu einem deutlichen Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion und der Einkommen der Landwirte in der EU führen werde sowie die weltweite Nahrungsmittelversorgung gefährden könne. Wie das Brüsseler Nachrichtenportal Euractiv nun berichtet, wurde die Veröffentlichung einer kritischen Untersuchung der Strategie durch die Forschungsstelle der EU (GFS) um mehrere Monate verzögert. Ein behördeninterner E-Mail-Verkehr konnte belegen, dass die Studie bereits im Januar 2021 hätte veröffentlicht werden können. Die kritische Analyse sei der Öffentlichkeit aber erst im August 2021 zugänglich gemacht worden. Auf Nachfrage erklärte Dr. Wolfgang Burtscher, Chef der Generaldirektion
Landwirtschaft in der EU- Kommission (DG AGRI), dass Zweifel an der Methodik der Studie bestanden hätten. Das Umfeld des Agrarkommissars habe aber aufgrund des sensiblen Inhalts die Veröffentlichung auf den August verschoben, so von Euractiv zitierte Quellen. Die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) übten scharfe Kritik an der Verschleppung. Die Verbände wiesen darauf hin, der GFS-Bericht hätte es dem EU-Parlament und den europäischen Landwirtschaftsministern erlaubt, früher auf der Basis von konkreten Zahlen über die Ziele der Farm-to-Fork- und der Biodiversitätsstrategie zu diskutieren. Sie kritisierten, dass die EU- Kommission noch immer keine umfassende Folgenabschätzung zu ihrer zentralen Politikstrategie vorgelegt habe.

IBR in Tirol 01.12.2021

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